Erfolgreich JavaScript lernen – Auszug

1.3 Firefox als Zentrale der Webentwicklung

Ich persönlich halte
den Opera-Browser – obwohl er nicht so verbreitet ist – aktuell
für den besten Browser auf dem Markt17.
Für einen Webentwickler ist allerdings Firefox meines Erachtens
der wichtigste Browser. Der Grund ist, dass es zahlreiche
Erweiterungen (Add-ons) für
diesen Browser gibt, die für die Web-Entwicklung sehr sinnvoll
sind. Sie können Firefox über diese zahlreiche Ergänzungen
so erweitern, dass er darüber viele nützliche Features für
die Webentwicklung bereitstellt. Kein anderer Browser hat so eine
rührige Community, die unablässig neue Erweiterungen
entwickelt und bereitstellt bzw. vorhandene Add-ons weiterentwickelt.
Und dies oft kostenlos bzw. als Open Source. Damit ist der Firefox
nicht nur ein einfacher Browser, mit dem Sie Ihre eigenen oder fremde
Webseiten betrachten können, sondern er wird zu einer
regelrechten Zentrale Ihrer Web-Entwicklung und hilft ungemein bei
der Analyse von Webdokumenten. Damit sowie mit einem guten Editor wie
Notepad++ kann man durchaus auch auf ein IDE-Schwergewicht wie das
Aptana Studio verzichten. Und auch wenn Sie eine mächtige IDE
wie Aptana einsetzen ergänzen diese Features die IDE sinnvoll.

Etwas umstritten ist im
Moment die neue Versionierung von Firefox. Alleine während
dieses Buch geschrieben und gedruckt wurde, gab es drei aktuelle
Versionen von Firefox (die Versionen 5 bis 7). Und die folgenden
Versionen 8 und 9 sollen nach dem offiziellen Zeitplan 2011 noch
erscheinen und Mitte 2012 bereits die Versionsnummer 13 erreicht
werden. Gerade Unternehmen haben ziemlichen Unmut gegen diese
schnellen Updates gezeigt, da sie befürchten nicht genug Zeit
haben, um neue Software zu testen und ihre eigenen Anwendungen für
den jeweils neuen Browser zu aktualisieren. Zudem werden die extrem
schnellen Release-Zyklus bei der Kompatibilität vieler Add-ons
zu Problemen führen. Gerade kleinere Projekte werden kaum den
Aufwand treiben können und permanent ihre Add-ons anpassen. Die
Mozilla Foundation verteidigt die Entscheidung damit, dass ein
Browser die schnelle Weiterentwicklung im Internet nicht bremsen
dürfe. Nach meiner persönlichen Meinung sind die schnellen
Versionsnummern aber auch eine Marketing-Maßnahme, denn Google
hat diese schnellen Zyklen bereits vorgemacht und in kurzer Zeit eine
hohe Versionsnummer erreicht. Die Hoffnung ist sicher auch, dass ein
Anwender eine hohe Versionsnummer als Entwicklungsvorsprung
fehlinterpretiert und damit diese Browser vorziehen wird. Wer die
Geschichte des Internets kennt, wird Ähnlichkeiten zu früheren
Versionierungen von Browsern aus den Zeiten der Browserkriege
erkennen. Meines Erachtens ist das keine gute Entwicklung.

Aus Sicht von JavaScript
sollten allerdings die raschen Versionswechsel von Firefox als auch
anderen Browsern keine Probleme bereiten, denn die neuen Versionen
werden in der Unterstützung von JavaScript sicher nur besser.

Sie finden die in Ihrem
Firefox-Browser installierten Add-ons im Menü Extras
und dann unter
Add-ons
.

Über den Dialog, der
mit dem Menübefehl Add-ons
geöffnet wird, können Sie die im Browser bereits
installierten Erweiterungen ansehen, aktivieren, deaktivieren und
deinstallieren sowie neue Erweiterungen installieren oder suchen.

Insgesamt haben Sie hier
eine zentrale Verwaltung aller Erweiterungen des Browsers verfügbar,
wie sie aktuell kein Konkurrenzbrowser so bequem bietet.

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