Erfolgreich JavaScript lernen – Auszug

1.4.4 Was brauchen Sie sonst noch an Software?

Im Grunde benötigen
Sie keine weitere Software zum Erstellen von Webseiten und
JavaScripts. Aber für die Praxis wird sich erweisen, dass man
einige Aufgaben rund um die eigentliche Erstellung der Webseiten und
Skripte lösen muss, die weitere Software erzwingen.

1 Grafiksoftware

Wenn Sie selbst Bilder
generieren oder bearbeiten wollen, benötigen Sie irgendwelche
Grafikprogramme. Ihr Betriebssystem bringt in der Regel bereits
einige einfache Programme mit. Einfache Grafikprogramme jeglicher Art
gibt es oft kostenlos im Internet. Richtig leistungsfähige
Profiprogramme sind jedoch meist sehr teuer. Aber auch hier gibt es
eine kostenlose Alternative. Ein extrem leistungsfähiges
(wenngleich nicht ganz einfach zu bedienendes) Grafikprogramm ist als
Open Source verfügbar – The Gimp. Es steht für mehrere
Betriebssysteme zur Verfügung (etwa Linux und Windows). Sie
finden es unter Anderem unter http://www.gimp.org.
Gerade für stark am Design orientierten Webseitenerstellern ist
oft noch zusätzliches ein Programm zur Erstellung von animierten
GIFs sinnvoll, wenn das eigentliche Grafikprogramm dieses Feature
nicht beinhaltet.

2 Übertragungssoftware

Sie werden Ihre Webseiten
samt den JavaScripts sicher irgendwann auf einem Serverrechner im
Internet veröffentlichen wollen. Meist erfolgt das bei Ihrem
Provider. In der Regel stellt Ihnen Ihr Provider zum Upload einen
FTP-Zugang (File Transfer Protocol) zur Verfügung. Um diese
Technik jedoch nutzen zu können, brauchen Sie einen FTP-Client.
Diese gibt es in vielfältiger Form im Internet zum kostenlosen
Download. Ein sehr guter FTP-Client ist etwa FileZilla. Allerdings
brauchen Sie in der Regel nicht einmal ein solches zusätzliches
Programm, denn mittlerweile unterstützen auch alle modernen
Webbrowser den Upload per FTP.

3 Limitier

Moderne RIAs sind in
Bezug auf die Datenmenge recht umfangreich und tauschen auch sehr oft
Daten mit dem Webserver aus. Eine halbwegs schnelle
Internet-Verbindung ist deshalb zum flüssigen Einsatz von
solchen Applikationen notwendig. Das wird meines Erachtens auch noch
geraume Zeit der Haupthemmschuh für die vollständige
Ablösung von Desktop-Applikationen durch solche
Web-Applikationen bleiben.

Rein für die
Entwicklung von Web-Applikationen ist es zwar nicht so wichtig, aber
sicher dennoch interessant – man kann die tatsächliche
Geschwindigkeit der eigenen Internet-Verbindung über
verschiedene Webseiten testen. Etwa unter
http://www.avm.de/de/Service/FRITZ_Tools/zack/zack.html,
http://dsl-speedtest.computerbild.de/
oder http://www.speedmeter.de/speedtest/.
Diese gemessene Geschwindigkeit kann massiv unterhalb der im Vertrag
angegebenen Geschwindigkeit liegen. Denn diese ist meist als “bis
zu” zugesichert. Dabei werden u.a. die Download- und
Upload-Geschwindigkeit gemessen.

Diese Tests sind jedoch
nur eine Momentaufnahme und können von verschiedenen Faktoren
beeinflusst werden – ein guter Anhaltspunkt sind sie aber allemal.
Allerdings sollten Sie bei solchen Tests beachten, dass die Anbieter
der Tests oft über Werbung finanziert sind und Ihnen u.U. auch
einen Providerwechsel verkaufen wollen. Ebenso gibt es unseriöse
Seiten, die Ihnen Schädlinge unterschieben versuchen. Wenn der
Test über unabhängige und seriöse Anbieter wie
Computerzeitschriften oder etablierte Hardwarehersteller ausgeführt
wird, ist man weitgehend auf der sicheren Seite.

Wenn Sie eine sehr große
und interaktive RIA erstellen und veröffentlichen wollen ist es
interessant zu testen, wie sich die Applikation bei einem Besucher
mit langsamer Internet-Verbindung verhält. Dazu gibt es Limiter
für die Internet-Geschwindigkeit, die künstlich die eigene
Internet-Geschwindigkeit auf eine gewünschte Bandbreite
beschränken. Etwa das Programm NetLimiter, das eine gewisse Zeit
kostenlos getestet werden kann (http://www.netlimiter.com/).

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